BLEMA-Chor „Gerhard Hirsch“ – und ich

Ein Lehrer unserer Schule, der Herr Fiedler sprach uns an und sagte im BLEMA-Chor werden immer neue junge Leute als Nachwuchs gesucht. Da uns das Chorsingen viel Freude bereitet und wir viele Jahre in den Schulchor der Dürer-Schule gegangen sind, geschlossen Kerstin, Ines und ich, im Januar 1979 ein Tag vor der schriftlichen Russischprüfung nicht mehr zu lernen, sondern in den BLEMA Chor zu gehen. Gesagt getan. Es brauchte einige Zeit ehe wir uns eingelebt hatten, da es zu diesem Zeitpunkt nur wenige Jugendliche im Chor gab und es relativ streng zu ging. Ein Jahr später kamen weitere Jugendliche in den Chor. Dadurch hatten wir
jugendliche Verstärkung und es machte mir mehr Spaß. Wir Jungvolk sind nach dem Chor noch zum reden in eine Gaststätte gegangen und verbrachten zum Teil unsere Freizeit zusammen. So bildeten sich Freundschaften, die schon seit Jahrzehnten halten.

Jeden Montag in den Chor zu gehen und seit 11 Jahren auch am Mittwoch zum Kammerchor, hat mein Leben geprägt. Ich richte meine Zeit so ein um in den Chor zu gehen. Meine Familie hat es immer akzeptiert, dass ich mir die Zeit für die Chorproben und Auftritte genommen habe. Außerdem sind meine Zwillinge viele
Jahre in den Kinder-und Jugendchor gegangen.

Wir haben viel zusammen erlebt, es gab viele Höhen und auch Tiefen. Die vielen Erlebnisse, Auftritte, Feiern, Chorfestivals, runde Geburtstage, usw. – das verbindet.

Unser Chor bedeutet mir sehr viel, es ist nicht nur der Spaß am Singen, sondern hier habe ich Freunde, eine Gemeinschaft gefunden die mir viel bedeutet und auf die ich mich in persönlich schwierigen Zeiten verlassen konnte. Ich kann mir eine Zeit ohne „meinen“ Chor schlecht vorstellen.

Der BLEMA-Chor gehört zu meinem Leben.

Andrea Oeser

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