
Ohne Ticket zum Weihnachtkonzert: Der Blema-Chor „Gerhard Hirsch“ erhebt am 30. November keinen Eintritt. Das Programm bietet umso mehr Besonderheiten. Selbst Peter der Große spielt eine Rolle dabei.
Ein Dutzend neue Gesichter. Und zwei Anwärter in der
Warteschleife. Der Auer Blema-Chor „Gerhard Hirsch“ kann sein Glück kaum fassen. „Wir freuen uns über jeden Neuzugang“, sagt die Vereinsvorsitzende Grit Wolf. Einleben müssen sich die Neulinge schnell. Der nächste Höhepunkt steht unmittelbar bevor: Am ersten Advent lädt die Sängerschar zu ihrem Weihnachtskonzert ins Auer Kulturhaus ein – samt vieler Besonderheiten.
Programm bietet drei Gastauftritte
So gibt es keine Karten im Vorverkauf. Der Eintritt ist frei. Drei Gastauftritte bereichern das Programm. Darunter die Karo-Dancer aus Bad Schlema. „Mit ihnen verbindet uns seit 20 Jahren eine Freundschaft“, sagt Wolf. Was die Tänzerschar darbietet, bleibe geheim. Gast Nummer 2 sitzt am Klavier: Mit Jonathan Möckel
(18) wird auch der jüngste von fünf musikalischen Brüdern erstmals eingebunden. Zudem tritt der Westsächsische Hochschulchor aus Zwickau auf. Gesangliche Konkurrenz beim eigenen Konzert? Wolf winkt ab und lacht: „Wir empfinden das als Bereicherung.“ Vielmehr soll eine Partnerschaft zwischen beiden Chören entstehen. Denn Dirigent Igor Solovyev ist in Aue kein Unbekannter. Als er aus
Petersburg nach Deutschland kam, trat er beim Blema-Chor ein. Auch um die Sprache schneller zu lernen. Inzwischen arbeitet der studierte Musiker als Lehrer in Zwickau. In seiner Heimat leitete Solovyev den Polytechnischen Universitätschor „Peter der Große“ und trat als Sänger mit dem Chor „Alexander Nevsky“ weltweit auf.
Bei den Auern hat sich die Mitgliederzahl erholt, stieg von 32 auf 44 Sänger. Dieser Zustrom erkläre sich aus den eigenen Konzerten, von denen es dieses Jahr viele gab. Da war das Chortreffen in Amsterdam, das Konzert zum Muttertag, der besondere Auftritt in Stollberg und mehr. Im Advent kommen neun weitere Termine hinzu, darunter erstmals ein Konzert in der Auer Friedenskirche am 10. Dezember. Chorleiter Hendrik Beyreuther, der das Zepter im Mai 2023 übernahm, schlafe seit zwei Wochen nicht mehr durch. „Er ist sehr aufgeregt, weil in den Proben für die Weihnachtszeit alles schnell gehen musste. Doch alle haben zur Stange gehalten. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen“, sagt Wolf. Das Konzert am 30.
November im Kulturhaus bereichert wieder ein kleiner Markt mit zehn Händlern. Es beginnt 14.30 Uhr. (ane)
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